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Connaisseur

Connaisseur

Der zwölfte Fall für Bruno, Chef de police

von Martin Walker

E-Book

2020 Diogenes

Auflage: 1. Auflage

448 Seiten

ISBN: 978-3-257-61015-4


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Kurztext / Annotation
Bruno ist neu Mitglied einer Wein- und Trüffelgilde, eine große Ehre. Doch lange kann er die pâtés und Monbazillacs nicht verkosten, denn er wird an einen Unfallort gerufen. Auf dem Anwesen des ältesten Gildenmitglieds ist eine Studentin, die in dessen Gemäldesammlung recherchierte, nach einem nächtlichen Rendezvous zu Tode gestürzt. Oder war es in Wahrheit Mord? Eine Spur führt Bruno zum Schloss einer berühmten Tänzerin und Résistance-Heldin: Josephine Baker.

Martin Walker, geboren 1947 in Schottland, ist Schriftsteller, Historiker und politischer Journalist. Er lebt in Washington und im Périgord und war 25 Jahre lang bei der britischen Tageszeitung The Guardian Bruno

Beschreibung für Leser
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

1

B runo war nach seinem morgendlichen Ausritt im Gelände um Pamelas Reiterhof immer noch in bester Stimmung, als er in Fauquets Café seinen ersten Kaffee trank und die Schlagzeilen der Sud Ouest überflog. Balzac, sein Basset, hockte in Erwartung seines Anteils am Croissant geduldig zu seinen Füßen und merkte auf, als Brunos Handy zu vibrieren anfing. Missmutig ließ er sich auf den Bauch fallen und legte den Kopf auf die Pfoten. Ihm war klar, dass er auf seinen Leckerbissen noch eine Weile würde warten müssen.

" Bonjour, Florence", grüßte Bruno, nachdem er sich mit einem Blick auf die Nummer im Display vergewissert hatte, wer ihn da zu erreichen versuchte. "Du rufst aber früh an. Ist mit den Kindern alles in Ordnung?"

"Alles bestens, Bruno, aber ich mache mir um Claudia Sorgen. Gestern Abend während des Vortrags im Schloss von Limeuil ging es ihr plötzlich ziemlich schlecht, und als ich sie soeben anzurufen versucht habe, um mich zu erkundigen, wie es ihr inzwischen geht, hat sie nicht abgenommen. Von ihrer Vermieterin musste ich dann hören, dass sie gestern gar nicht nach Hause zurückgekommen ist."

Claudia, eine amerikanische Studentin der Universität Yale, arbeitete an ihrer Dissertation über ein kunstgeschichtliches Thema und war vor kurzem nach Frankreich gekommen, um sich von einem bedeutenden Vertreter ihres Fachs betreuen zu lassen. "Vielleicht hat sie bei ihrem petit ami übernachtet", meinte Bruno, der wie etliche seiner Freunde auf Anhieb Gefallen an Claudia gefunden und sich mit ihr angefreundet hatte.

"Ich glaube nicht, dass sie einen festen Freund hat, jedenfalls nicht hier in Frankreich. Gestern Abend ging es ihr wirklich nicht gut. Sie litt unter Schwindel und war kreidebleich. Ich wollte sie nach Hause bringen, aber sie sagte, sie komme allein zurecht und brauche nur ein bisschen Ruhe."

"Hast du dich mal bei der Notaufnahme erkundigt?"

"Nein. Dafür habe ich jetzt auch keine Zeit. Ich muss die Kinder zur maternelle bringen."

"Na schön, ich kümmere mich darum."

Bruno beendete das Gespräch und hatte schon im Gefühl, dass er seiner üblichen Amtshandlung - er regelte jeden Morgen den Verkehr vor dem Kindergarten - nicht würde nachkommen können. Er rief die örtliche Feuerwehr an, die pompiers, die auch für Krankentransporte zuständig waren, und erfuhr, dass es am Vorabend keinen solchen Einsatz gegeben habe. Daraufhin meldete er sich bei der städtischen Klinik. Aber auch dort konnte man ihm nicht weiterhelfen. Bruno zahlte für den Kaffee und das Croissant, überquerte den Platz und bestieg die Stufen zur mairie, um der Sekretärin des Bürgermeisters mitzuteilen, dass er sich auf den Weg nach Limeuil machen werde. Unten auf dem Platz ließ er Balzac auf den Beifahrersitz seines Transporters springen und fuhr los, vorbei an der Feuerwehrstation und dem städtischen Weinberg und bergan in Richtung eines der schönsten und wohl auch ältesten Dörfer Frankreichs.

Limeuils Geschichte reichte, wie Bruno wusste, bis in die keltische Zeit zurück. Das befestigte Dorf war im Gallischen Krieg von Cäsars Legionen eingenommen und zu einem Oppidum ausgebaut worden, einer stadtartigen Siedlung, die insofern von strategischer Bedeutung war, als von ihr aus der Zusammenfluss von Vézère und Dordogne überblickt werden konnte. Was Florence als Schloss bezeichnet hatte, war ein eher modernes, kaum mehr als hundert Jahre altes Bauwerk, errichtet von einem ehemaligen Arzt am Hof des marokkanischen Sultans, der in sein heimatliches Périgord zurückgekehrt war, um seinen Lebensabend dort zu verbringen. Er hatte die ganze Hügelkuppe aufgekauft, mitsamt all ihren Ruinen sowie der alten Burg aus dem Mittelalter, und einen Neubau in Auf trag gegeben, dessen Vorbild, wie Bruno vermutete, eines der Forts der französischen Fremdenlegion in der marokkanischen Wüste gewesen wa

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