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Dreizehn Gäste
von J. Jefferson Farjeon
Der Beobachter sieht vom Spiel das meiste 21. April 2019
von LEXI
John Foss bricht aufgrund eines aufwühlenden Briefes völlig unverhofft zu einer Reise mit unbekanntem Ziel auf. Als er sich auf dem Bahnsteig eine Fußverletzung zuzieht, wird er kurzerhand von der reizenden Witwe Nadine Leveridge mitgenommen. Sie ist unterwegs nach Bragley Court, dem Sitz der Familie Aveling. Lord und Lady Aveling haben zu ihrer Hausparty zwölf Gäste geladen – mit dem unverhofft eintreffenden John Foss sind es jedoch auf einmal dreizehn Gäste. Als eine Leiche entdeckt wird, ist es mit der Ruhe auf dem friedvollen und atmosphärischen Landsitz vorbei. Der Täter könnte im Grunde jeder gewesen sein, und als der clevere Detective-Inspector Kendall die Ermittlungen aufnimmt, muss er mürrisch feststellen, dass einige der anwesenden Gäste bereits auf eigene Faust Untersuchungen angestellt haben.

Mit dem Buch „Dreizehn Gäste“ durfte ich mein erstes Werk des erfolgreichen Krimiautors Joseph Jefferson Farjeon aus dem Jahre 1936 kennenlernen. Die gewählte Ausdrucksweise hat mich sofort in den Bann gezogen, und ich schätzte den ruhigen, auf die handelnden Figuren und auf die Ermittlungen fokussierten Schreibstil des Autors. Die Personen dieses Buches wurden detailliert beschrieben, sowohl Charakterzeichnung als auch Handlung punktete mit Authentizität. Der unerwartete Gast John Foss ist stiller Beobachter, er verfolgt die Aktivitäten von Lord und Lady Aveling, ihrer Tochter, der Ehrenwerten Anne, deren Verehrer, den Cricketspieler Harold Taverley und den restlichen Gästen. Die betörend schöne Witwe Nadine Leveridge fühlt sich zum freundlichen und empfindsamen John Foss hingezogen, der linkische Portraitmaler Leicester Pratt scheint den berühmten Klatschreporter Lionel Bultin ausnehmend gut zu kennen. Sir James Earnshaw ist liberaler Abgeordneter, aufgrund seiner Empfehlung wurde auch das Ehepaar Chater eingeladen, von dem im Grunde keiner der Anwesenden etwas weiß. Die ehrgeizige Schriftstellerin Edyth Fermoy-Jones präsentiert den Ermittlern nach dem Mord ihre eigene Theorie, während die lebhafte und aufgeweckte Schauspielerin Zena Wilding eine seltsame Unruhe an den Tag legt. Von der Familie Rowe hört man nur wenig, und schließlich ziehen auch das hübsche Hausmädchen Bessie Hill, der Butler Thomas Newson und der chinesische Koch Leng gewisse Aufmerksamkeit auf sich. Letztendlich mischt auch ein Unbekannter in diesem Spiel mit, dessen Identität bis zuletzt nicht preisgegeben wird – und Inspector Kendall hat alle Hände voll zu tun, um Licht ins Dunkel zu bringen.

Mit großer Liebe zum Detail wird dem Leser zu Beginn des Buches ein ausführlicher Einblick in die einzelnen Charaktere gegeben, während die eigentliche Kriminalhandlung erst nach und nach ins Laufen kommt. Kleine Beobachtungen stellten sich am Ende als wichtige Hinweise heraus, und der Autor verstand es, ein Gefühl für seine Figuren und die Atmosphäre auf Bragley Court zu vermitteln. Eine leichte Spannung setzt mit der Entdeckung eines Toten ein und bleibt bis zum Ende des Buches konstant aufrecht.


FAZIT: „Dreizehn Gäste“ war eine sehr interessante und anregende Lektüre – ein Kriminalfall, der mich sehr gut unterhalten hat. Ich kann dieses Buch Krimiliebhabern und insbesondere Fans von Agatha Christie wirklich ans Herz legen. Eine komplexe Handlung, das gemächliche Erzähltempo und interessante Figuren vor der Atmosphäre des Landsitzes der Avelings machen den Reiz dieses beschaulichen Kriminalfalles aus.


Weil es Liebe ist
von Christina Lauren
An sich schöne und unterhaltsame Liebesgeschichte 20. April 2019
"Weil es Liebe ist" erzählt eine an sich schöne Liebesgeschichte, aber ich muss sagen, dass ich von der Inhaltsangabe her etwas anderes erwartet hatte. Ich war natürlich neugierig darauf, wieso Holland und Calvin sich eine Wohnung teilen würden, doch den Grund, der dahinter steckt, hätte ich nie vermutet; die englische Zusammenfassung geht darauf ein, die deutsche jedoch nicht, weshalb ich sehr davon überrascht war, in welche Richtung die Geschichte sich entwickelt hat. Meiner Meinung nach sind die Autorinnen zunächst gut mit den Problemen umgegangen, die sich durch die Entscheidung der Protagonisten ergeben haben, doch dafür, dass es schwerwiegende Konsequenzen hätte geben können, wurde mir das ganze viel zu leicht aufgelöst. Natürlich wollte ich, dass für die Charaktere alles gut wird, aber das war mir leider zu einfach und dadurch unrealistisch.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die Missverständnisse, die sich im letzten Drittel häufen. Mir hat sehr gut gefallen, dass Holland und Calvin oft miteinander kommuniziert und auch thematisiert haben, was sie belastet, doch dann passierte in den letzten Kapiteln sehr viel auf einmal und das war für mich ein bisschen überflüssig, insbesondere, da mir das eigentliche Ende dann zu abrupt vorkam. Zudem ist es mir schwer gefallen, Calvins Verhalten zu verstehen, da das Buch ausschließlich aus Hollands Sicht erzählt wird. Es wäre gut gewesen, auch ein paar Einblicke in das Denken und Fühlen ihres potentiellen Partners zu bekommen, da er mir zwar sehr sympathisch war, ich aber gerne mehr darüber erfahren hätte, was in ihm vor sich geht.

Davon abgesehen habe ich das Buch gerne gelesen. Der Schreibstil passt gut zur Handlung, die Charaktere sind alles in allem gut ausgearbeitet und wie bereits erwähnt ist es eine wirklich schöne Liebesgeschichte. Ich fand auch, dass die Protagonisten sehr gut zusammen passen. Ich mochte, dass es zwar zwischen ihnen geknistert hat, der Fokus jedoch darauf lag, wie sie sich besser kennen gelernt haben und einander emotional näher gekommen sind. Es wurde deutlich, dass sie sich sehr gut verstehen und die Entwicklung ihrer Beziehung kam mir trotz der ungewöhnlichen Umstände glaubwürdig vor. Außerdem gab es humorvolle Momente, die die Geschichte aufgelockert haben, und die Nebencharaktere haben die Erzählung bereichert, vor allem die Onkel von Holland.

"Weil es Liebe ist" bekommt von mir knappe 3,5 Sterne. Das Buch hat mich gut unterhalten und mir angenehme Lesestunden beschert, allerdings konnte die Handlung mich im letzten Drittel mich nicht mehr hundertprozentig überzeugen und ich fand es schade, dass nach all den Konflikten das Ende recht knapp war.

Abgeschlagen
von Michael Tsokos
Die Machete im Park 20. April 2019
von Ele95
Abgeschlagen, Thriller von Michael Tsokos, 416 Seiten erschienen bei Droemer Knaur.
„Abgeschlagen“ basiert auf echten Fällen, authentischen Ermittlungen und der jahrelangen Erfahrung des bekanntesten deutschen Rechtsmediziners Michael Tsokos. Es handelt sich um die Vorgeschichte von Paul Herzfeld und spielt 10 Jahre vor „Abgeschnitten“.
Paul Herzfeld assistiert seinem Vorgesetzten Professor Schneider bei der Obduktion einer zerstückelten weiblichen Leiche. Schneider legt sich ziemlich schnell auf eine Machete als Tatwaffe fest. Dieses Mordwerkzeug wird kurz darauf in dem Kieler Park gefunden, in dem die Leiche entdeckt wurde. Der Hausmeister der Rechtmedizin macht Herzfeld darauf aufmerksam, dass es sich bei der Machete um ein Beweisstück aus dem Archiv der Rechtsmedizin handelt, welches verschwunden ist. Derweil Schneider durch seine Kompetenz auf dem besten Weg ist, zum nächsten Direktor des Instituts aufzusteigen. Herzfeld und seine italienische Kollegin Tattoli wollen Licht ins Dunkel bringen und somit gefährdet Herzfeld nicht nur seine Karriere sondern auch das Leben seiner Familie.
Dieser True-Crime Thriller aus der Feder des bekannten Professors für Rechtsmedizin und rechtsmedizinischen Leiters der Berliner Charité hat mich absolut überzeugen können. In den fiktiven Fall sind wahre Begebenheiten integriert, was die Lektüre absolut glaubhaft und umso interessanter macht. Der spannende, rasante Schreibstil lässt das Blut in den Adern gefrieren. Durch die am Anfang ständig wechselnden Personen und auch Handlungsorte, hatte ich einige Mühe in Lesefluss zu kommen. Doch schon bald klärte sich der der Plot und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, die Handlung blieb bis zum fulminanten Ende gleichbleibend spannend. Gerade die letzten 50 Seiten fand ich besonders nervenaufreibend, da habe ich kaum noch Luft bekommen. Die Geschichte gliedert sich in drei Teile und die Kapitel sind mit Ortsangaben, Datum und sogar Uhrzeit versehen, dadurch kann der Überblick zu jeder Zeit gewahrt bleiben. Die kurzen Kapitel und die schnellen Perspektivenwechsel sorgten für ein hohes Lesetempo. Die Personen handelten glaubhaft und die Handlung war zu jeder Zeit nachvollziehbar. Obwohl der Protagonist m. M. nach doch manchmal etwas zu vorschnell gehandelt hat, wodurch er seine Verlobte und auch eine weitere Person gefährdet hat. Auch dem Täter seine Recherchen und Vermutungen ins Gesicht zu sagen, war für meinen Geschmack, schlichtweg einfach dumm. Tsokos schreibt in diesem Thriller wirklich schonungslos, was ihm im wirklichen Leben so alles auf den Obduktionstisch kommt. Man merkt von der ersten Zeile an, dass der Autor weiß wovon er schreibt. Deshalb ist dieser Thriller nicht für zartbesaitete Gemüter geeignet. Gerade diese spektakulären Begebenheiten, die der Autor beschrieben hat, haben mich fasziniert. Toll gemacht. Ständig hatte ich das Gefühl den Akteuren über die Schulter zu spähen. Die Figur „Tattoli“ hat mir überaus gut gefallen und hat der Geschichte gutgetan, ich hoffe der sympathischen italienischen Rechtsmedizinerin, wieder einmal in einem Herzfeld-Thriller zu begegnen. Auch die Einblicke ins „Privatleben“ des Protagonisten haben die Story aufgelockert. Mein Lieblingscharakter war der schrullige Hausmeister und Seebär Hansen, auch die anderen Handelnden sind gut gezeichnet und haben Tiefgang, mehr hätte Tsokos aus den Figuren nicht mehr herausholen können.
Eine Leseempfehlung für die Fans von True-Crime-Thrillern und für alle Tsokos Fans. Voller Spannung warte ich schon auf den nächsten Fall für Paul Herzfeld und gebe 5 Sterne, volle Punktzahl.

Buchtipp

empfohlen von Petra Altmann:

Tolle Sprache

Unglaublich, wie sehr mich allein die Sprache gefesselt hat, die Handlung war fast nebensächlich. Aber es war auch spannend zu verfolgen, wie Mahoney der Geschichte seiner Mutter auf den Grund geht.

empfohlen von Petra Altmann:

Warmherzig

Der zweite Roman des schwedischen Schriftstellers traf mich mitten ins Herz. Unglaublich, wie sehr ich die Protagonisten lieb gewonnen habe. Eine klare Leseempfehlung!

empfohlen von Tobias Spazierer:

Pageturner

Nach 50 Seiten wußte ich, wer der Mörder war. Nach 100 Seiten wußte ich es schon wieder. In der Mitte des Buches fragte ich mich, was denn da noch kommen solle ... Auch wenn man immer wieder zu wissen glaubt, wie das Buch ausgeht, bleibt die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Ob der bekannte Journalist nun wirklich der Mörder der Schwester einer nicht minder bekannten Krimiautorin ist oder nicht, erfährt man wirklich erst am Ende des Buches.

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