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Lea Leonardt - Blutsbande. Vampirroman

Lea Leonardt - Blutsbande. Vampirroman

von Stefan Balzter

E-Book

2019 Latos Verlag

Auflage: 2. Aufl.

500 Seiten

ISBN: 978-3-96415-070-7


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Kurztext / Annotation
Die 15-jährige Lea führt ein ganz normales Leben in einem kleinen Provinznest nahe Frankfurt. In der Schule kommt sie gut durch, sie hat eine beste Freundin und einen größten Feind unter ihren Mitschülern, wie jedes Mädchen ihres Alters.
Soweit wäre also alles im Lot – wenn ihr Vater sich nicht immer weiter von ihr entfernen würde. Er bleibt oft die ganze Nacht in seinem Arbeitszimmer und kriegt vom Leben seiner Tochter immer weniger mit.
Schuld daran sind auch die seltsamen Gestalten, die er so gerne als Kunden hätte: ein großer, furchteinflößender Spanier und eine melancholische Pragerin, die sich immer nur nach Einbruch der Dunkelheit mit ihm treffen wollen und ihn nächtelang beschäftigt halten.
Als Lea herausfindet, dass Vampire ihren Vater im Visier haben und zu einem der Ihren, einem willenlosen Werkzeug der Vampirkönigin, machen wollen, ist sie entschlossen, alles zu tun, um ihn zu retten. Selbst wenn das bedeutet, sich mit mächtigen, uralten Kreaturen anzulegen und – schlimmer noch – sich mit ihrem Todfeind verbünden zu müssen...


Beschreibung für Leser
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

2. Kapitel

Leas tiefschwarze Locken flatterten hektisch im Wind, als ob jedes einzelne ihrer Haare vor Wut zitterte. Sie legte eine Schrittlänge vor, bei der Lucy Schwierigkeiten hatte, auf den hundert Metern vom Klassenraum zur Aula mit ihr gleichzuziehen.

"Eine Fünf", kommentierte Lucy, "das hätt's nicht gebraucht. Seine ätzende Schimpftirade hätte schon gereicht."

Lea schwieg.

"Dabei fand ich's gar nicht mal so unspannend, was du geschrieben hast."

Immer noch erhielt Lucy keine Antwort.

"Vielleicht, wenn du die Vampire weggelassen und stattdessen eine Gang von Tierschützern erfunden hättest, die in Versuchslabors eindringen und deshalb von der Polizei gesucht werden---"

Lea blieb ruckartig stehen und sah Lucy ins Gesicht. Die beiden hätten äußerlich kaum verschiedener sein können: Lucy, klein, blond, kurzhaarig - nur eine einzige lange Strähne wippte im Laufen vor ihrer Stirn - kleidete sich mit Vorliebe in verschlissenes schwarzes Leder, liebte Nietenarmbänder, löchrige enge Tops und massenweise Kajal. In ihrer Freizeit umgab sie sich gerne mit den wenigen Eschersbacher Punks oder anderen, noch zweifelhafteren Gestalten, die gerüchteweise aus Frankfurt kamen, schwarze Kapuzenpullis mit durchgestrichenen Hakenkreuzen trugen und angeblich sogar kifften.

Dagegen, musste sich Lea eingestehen, wirkte sie selbst recht brav, um nicht zu sagen fast ein wenig langweilig: ungeschminkt und sommersprossig, mit fast hüftlangen, leicht gewellten Haaren, Jeans und T-Shirt. Und keinerlei schillernden Bekannten um sich herum. Von außen betrachtet hätte man kaum darauf kommen können, dass die beiden beste Freundinnen waren. Wer sie jedoch eine Weile beobachtete, musste zwangsläufig eine gemeinsame Wellenlänge zwischen ihnen bemerken, eine Verbindung, die tiefer ging als ihr ungleiches Äußeres.

Was allerdings kleinere Meinungsverschiedenheiten nicht ausschloss.

"Du hast in letzter Zeit nur noch deine blöden Tiere im Kopf", rief Lea.

"Immerhin hätte man dann behaupten können, dass es eine echte Ferien-Erinnerung ist! Du immer mit deinen Vampiren. Komm mal in die Wirklichkeit!"

" Du verstehst überhaupt nichts! " Lea wollte nicht schreien, aber irgendwie kam außer Schreien nichts mehr aus ihr heraus.

Lucy verließ sie ohne ein weiteres Wort, und Lea ließ die Schultern hängen. Innerhalb von zehn Minuten die erste Fünf in Deutsch und die beste Freundin vergrault. Und alles nur, weil sie einen sterbenslangweiligen Sommer hinter sich hatte. Selbst die wenigen ihrer Klassenkameraden, denen es finanziell ähnlich ging wie ihr, waren unterm Strich besser dran, denn sie hatten wenigstens Geschwister, Cousins oder Cousinen, mit denen man sich diese dehnbarsten Wochen des Jahres ein wenig verkürzen konnte. Lea hatte weder das eine noch das andere. Sie war die Steigerung eines Einzelkindes. Sie hatte, so schien es ihr, in allen Bereichen die Niete gezogen.

Rein statistisch, dachte sie, wäre jetzt mindestens ein Lottogewinn dran. Um die kosmische Bilanz zwischen Glück und Unglück wieder auszugleichen.

Man weiß im Grunde nicht viel über das Leben. Zwar behaupten Biologen, Mediziner oder Philosophen gerne etwas anderes, aber das ist schließlich auch ihr Job. Denn wenn sie zugeben müssten, dass man nicht viel über das Leben weiß - und das nach Jahrzehnten oder Jahrhunderten, in denen sich viele schlaue Vertreter ihres Fachs viele schlaue Gedanken zum Thema gemacht hatten - würde das kein sehr gutes Licht auf ihre Wissenschaften werfen. Erst wenn man alle Wissenschaft hinter sich lässt und sich Fragen stellt wie: Warum landet das Brot immer auf der Butterseite? Wieso dauern zehn Minuten Hausaufgaben länger als eine Stunde Chatten im Internet? Und welcher unsichtbare Schatten verursacht all die kleinen Geräusche im Haus, die man tagsüber nie hört, nur nachts, und die einen vor Angst den Schlaf kosten können? - Erst dan

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