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Die Geschichte der Bienen

Die Geschichte der Bienen

Roman

von Maja Lunde

Hardcover

2017 Btb

528 Seiten; 204 mm x 136 mm

ISBN: 978-3-442-75684-1


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Besprechung
"Hier ist ein hochaktueller, ein toll erzählter, ein packender Roman gelungen." Edith Beßling, titel thesen temperamente

Langtext
England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte - die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.

Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.

China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.

Wie alles mit allem zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?



Lunde, Maja
Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Sie ist eine bekannte Drehbuch- sowie Kinder- und Jugendbuchautorin. Die Geschichte der Bienen ist ihr erster Roman für Erwachsene, der zunächst national und schließlich auch international für Furore sorgte. Er stand monatelang auf der norwegischen Bestsellerliste und wurde mit dem Norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet.


Bienensterben und die Auswirkung in drei verschiedenen Zeitabschnitten 22. Juni 2018
von PFIFF

England 1852, Ohio 2007, China 2098. Drei Geschichten von drei Familien, die mit Bienen zu tun haben, mit der Entwicklung der Bienenstöcke, dem Bienensterben und der Hoffnung, den Kollaps der Welt zu stoppen, die Umweltverbrechen auszumerzen und wieder zu einem lebenswerten Leben zurückzukehren.
Apokalyptische Prognosen, nicht weit hergeholt und ansatzweise schon erfüllt zu sehen. Das bezweckt die junge Autorin mit ihrem bemerkenswerten Roman, der zum Nachdenken aufruft und zum Umdenken, was unser Profitdenken und die Machenschaften von gewissenlosen Unternehmen beterifft.
Erschütternd und gnadenlos, was die Kritik an unserer Gesellschaft betrifft und liebevoll im Detail, wo es um die Hege und Pflege der Bienenvölker geht.
Wie alles begann, wie alles werden wird 04. Dezember 2017
Im China des Jahres 2098 gibt es keine Bienen und andere Insekten mehr. Die junge Tao sowie ihr Ehemann leben als Sklaven. Demokratische Regierungen gibt es schon lange nicht mehr. Der Staat bestimmt das Leben der Menschen. Tao arbeitet als Bestäuberin von Fruchtbäumen, tagein und tagaus. Alle Menschen leben vegetarisch, da eine Bestäubung von Viehfutter viel zu teuer und aufwändig wäre. Taos große Angst ist, dass auch ihr 3jähriger Sohn bald mit der Arbeit beginnen muss. Nur herausstechend kluge Kinder dürfen nach dem 8. Lebensjahr noch weiter die Schule besuchen, für die anderen beginnt das Arbeitsleben. Verzweifelt versucht Tao dem Kind Wissen zu vermitteln.
Ohio im Jahre 2007. Der Imker George hat es immer schwerer. Seine Bienen produzieren zwar noch Honig, aber die Produktionskosten sind immens hoch und der Verkauf ist nur schleppend. Seine Frau möchte ihn bewegen, mit ihr nach Florida zu gehen und ihren Alterswohnsitz dorthin zu verlegen. George hatte gehofft, dass sein Sohn Tom sein Bienengeschäft eines Tages übernehmen würde, doch der junge Student hat ganz andere Pläne für sein Leben.
Im Jahre 1852 in England ist der schwer depressive Samenhändler William ans Bett gefesselt, nichts bringt ihn mehr dazu aufzustehen. Seine Familie kann er schon lange nicht mehr ernähren. Da hat er eine Idee, die seine Familie aus der Not heraus bringen könnte. Er entwickelt einen neuartigen Bienenkorb, in dem ein Bienenstock Honig produzieren soll.

Die Autorin Maja Lunde malt in ihrem Roman „Die Geschichte der Bienen“ eine sehr düstere Zukunft der Menschheit auf und beim Lesen frage ich mich immer wieder, wie weit wir noch von dem China des Jahres 2098, das sie beschreibt, entfernt sind. Und ich frage mich auch, ob dieser Weg zu stoppen ist. Sehr eindrucksvoll beschreibt die Autorin über die ersten professionellen Imker und darüber, wie schrecklich alles enden könnte. Die Figuren sind wunderbar angelegt, Maja Lunde erzählt die Geschichten in Kapiteln abwechselnd und ich brenne geradezu darauf, zu den jeweiligen Plätzen zurückzukehren. Maja Lundes Sprache und Schreibstil sind mitreißend und fesselnd. Die Szenarien sind eindrucksvoll und detailliert erzählt. Natürlich ist der Stoff des Buches zudem brandaktuell, denn das Bienensterben hat – wie wir alle wissen – längst begonnen und es wäre an der Zeit, das Steuer herum zu reißen.

Sehr gerne vergebe ich diesem Buch fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es selbstverständlich weiter an Leser, die ein Buch lesen möchten, dass nicht nur eine Geschichte erzählt sondern noch so viel mehr ist, nämlich ein Lehrbuch über das Leben.
Brillant erzählte Geschichte um ein sehr wichtiges Thema! 01. Mai 2017
von leni
Bevor ich auf den Inhalt eingehe, muss ich die schöne Gestaltung des Buches loben! Der Schutzumschlag ist aus rauem Papier und die Schrift und die Biene sind hochglänzend lackiert. Das sieht sehr edel und hochwertig aus. Und unter dem Umschlag gibt es noch eine Überraschung: Auf dem leuchtend gelben Buchdeckel ist eine schwarze Biene abgebildet. Mir gefällt auch das etwas kleinere Format des Buches. Es ist handlicher und für mich beim Lesen bequemer.

Nun aber zum Buch selbst. Aufmerksam auf das Buch wurde ich durch den orangenen Aufkleber. Das Buch hat den norwegischen Buchhändlerpreis für das beste Buch des Jahres bekommen. Für mich eine stolze Aussage und so habe ich mir die Leseprobe angesehen und war gleich zu Beginn begeistert.
Die Geschichte spielt auf drei Zeitebenen. In der Vergangenheit begleiten wir William in England im Jahr 1852. Er ist einer Depression verfallen und seine Familie steht kurz vor dem finanziellen Ruin, bis ihn ein Buch über Bienen herausholt und seine Leidenschaft weckt. Er will einen fortschrittlichen Bienenstock bauen. In der Gegenwart begleiten wir George in Ohio im Jahr 2007. Er lebt für die Imkerei und will sein Lebenswerk an seinen Sohn vermachen, bis das Unglaubliche geschieht und die Bienen verschwinden. In der Zukunft begleiten wir Tao in China im Jahr 2098. Tao arbeitet wie viele andere als Bestäuberin. Die Arbeit ist lang und hart. Die Bienen sind schon lange ausgestorben und nur so lässt sich Landwirtschaft betreiben. Selbst Kinder ab 8 Jahren werden für die Bestäubung herangezogen. Doch Tao will für ihren Sohn mehr.
Abwechselnd lesen wir aus den drei Perspektiven. Durcheinander kommt man dabei nicht, den auf jeder Seite ist der Name des jeweiligen Protagonisten vermerkt. Durch die Perspektiven bleibt die Spannung erhalten, denn die Kapitel enden so, dass man angehalten wird weiterzulesen bis man wieder die gleiche Zeitebene erreicht.
Die Autorin hat ein ganz wunderbares Buch geschrieben! Ihr Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und ich hatte das Gefühl, dass er der jeweiligen Zeit angepasst war. Auf jeden Fall habe ich mich während des Lesens in die jeweilige Zeit hineinversetzt gefühlt. Die Charaktere haben mir auch sehr gefallen. Die drei Protagonisten waren sehr unterschiedlich, aber jeder auf seine Art gut ausgearbeitet und in seinen Handlungen und Überlegungen nachvollziehbar. Für alle drei war die Beziehung zu ihren Söhnen sehr wichtig und entscheidend für die Geschichte. Der Zusammenhalt und die Bedeutung der späteren Generationen wurde gut vermittelt.
Während des Lesens habe ich mich eine Zeit lang auch gefragt, wann die Zusammenhänge der drei Geschichten offenbart werden und wurde nicht enttäuscht. Zuerst laufen die drei Geschichten nebeneinander her, bis eine große Gemeinsamkeit ersichtlich wird: Die Bienen und wie der Mensch mit seiner Umwelt umgeht. Dabei versucht uns Maja Lunde nicht zu belehren, sondern lässt die Fakten wie beiläufig in in ihre Geschichte hineinlaufen. Wir lernen viel über die Bienen und wie wichtig sie für uns Menschen sind. Wir lernen aber auch was der Mensch den Bienen alles antut und damit im Endeffekt sich selbst schadet. Maja Lunde hat ein für unsere Zeit sehr wichtiges Buch geschrieben und ich empfehle es wärmstens weiter!

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