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Die Wiederentdeckung der Kindheit

Die Wiederentdeckung der Kindheit

Wie wir unsere Kinder glücklich und lebenstüchtig machen

von Michael Winterhoff

E-Book

2017 Gütersloher Verlagshaus

192 Seiten

ISBN: 978-3-641-20856-1


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Kurztext / Annotation
"Gebt den Kindern ihre Kindheit zurück!"
(Michael Winterhoff)

Alle Eltern wollen für ihr Kind das Beste. Es soll eine glückliche, unbelastete Kindheit haben, in der es Freiräume erobern und eigene Erfahrungen machen darf. Ich kenne keine einzige Mutter und keinen einzigen Vater, der das nicht sofort unterschreiben würde. Niemand will sein Kind so fest an sich binden, dass es ein Leben lang unselbstständig bleibt. Niemand will zum Juristen seines Kindes mutieren, der sofort mit Klage droht, sobald in der Schule mal ein Problem auftaucht. Und niemand will sein Kind durch Förderwahn ganz rappelig machen.
Trotzdem ist genau das die Welt, in der Kinder heute groß werden.
Materiell mag es Kindern heute außerordentlich gut gehen. Doch die Vorstellung, dass die heutige Gesellschaft den Kindern beste Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen bietet, ist definitiv falsch.

Indem wir uns unseren Kindern gegenüber auf eine Art und Weise verhalten, die das Wachstum ihrer Psyche über ein bestimmtes Stadium hinaus unmöglich macht, verurteilen wir sie dazu, ewig Kleinkind zu bleiben. Auch wenn es paradox erscheinen mag: Damit schenken wir ihnen keine wunderbare Kindheit, sondern wir nehmen sie ihnen.

Michael Winterhoff zeigt, wie wir Erwachsenen - Eltern, Erzieher und Lehrer - Kindern wieder eine Kindheit schenken können, die ihren Namen auch verdient. Unbeschwertheit, Freiheit und Fürsorge gehören unbedingt mit dazu, wenn wir unsere Kinder in Zukunft wieder fit machen wollen für ein selbstbestimmtes und erfolgreiches Leben.

Beziehungslust statt Erziehungsfrust
Ein Mutmachbuch für Eltern, Lehrer und Erzieher
Mit zahlreichen positiven Beispielen aus der Praxis
Alexander ( 1995) und Luis ( 2016) begleiten den Leser durch das Buch

Dr. Michael Winterhoff, geboren 1955, Dr. med., ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Psychotherapie in Bonn. In seinen bisherigen sehr erfolgreichen Büchern analysiert er gesellschaftliche Entwicklungen mit Schwerpunkt auf den gravierenden Folgen veränderter Eltern-Kind-Beziehungen für die psychische Reifeentwicklung junger Menschen und bietet Wege aus diesen Beziehungsstörungen an. Winterhoff lebt und arbeitet in Bonn.

Beschreibung für Leser
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet


1. KLEINKIND AM STEUER

2017: Der Lehrer kommt in die 5. Klasse und fordert seine Schüler auf, das Geschichtsbuch aus der Schultasche zu holen. Nur wenige der Schüler im Alter zwischen zehn und elf Jahren machen das sofort. Die meisten anderen kramen ausgiebig in ihren Taschen oder fragen: "Welches Buch?" - "Das Geschichtsbuch bitte, wir haben jetzt Geschichte." - "Warum denn?" Erst nach wiederholter, geduldiger Aufforderung liegen endlich die Bücher auf den Tischen - vorausgesetzt, dass die Schüler das Buch am Morgen eingesteckt haben. Der Rest der Klasse ist mit den Gedanken ganz woanders. Einige liegen mit dem Kopf in den Armen auf den Tischen, andere unterhalten sich, gehen ganz zwanglos im Klassenraum umher.

Luis, der in der zweiten Reihe am Fenster sitzt, ist genervt. Er hatte gehofft, dass er seine Hausarbeit vor der Klasse vorlesen darf. Er mag Geschichte, nicht nur, weil gerade die Kreuzzüge dran sind. Gestern hat er sich viel Mühe gegeben, einen Bericht über die Eroberung Konstantinopels zu schreiben. Er ist richtig stolz auf seine Arbeit. Doch das interessiert ja mal wieder keinen. Eine Viertelstunde ist schon vorbei, und der Lehrer hat noch nicht mal mit seinem Unterricht angefangen. Luis weiß genau: Damit wenigstens ein Teil des geplanten Stoffes durchgenommen werden kann, wird die Kontrolle der Hausaufgaben mal wieder ausfallen. Gelangweilt schaut er aus dem Fenster.

Darf ich vorstellen: Luis. Er ist 2017 geboren. Aber ... wie kann er in seinem Geburtsjahr schon in der 5. Klasse sein? Luis ist eben ein ganz besonderes Kind. Er ist gleichzeitig drei, fünf und sechzehn Jahre alt. Und alle Alter dazwischen hat er auch. Er kann also Luis, das Neugeborene, sein, dessen Geburt der stolze Vater gerade per Handy filmt, das Krabbelkind, das seinen ersten Eingewöhnungstag in der Kita hat, aber auch Luisa, die pubertierende 14-Jährige. Luis und Luisa zeigen uns, wie die heutige Welt für Kinder und Jugendliche aussieht. Denn wenn die Eltern von Luis und Luisa ihnen eine wunderschöne Kindheit schenken wollen, müssen sie erst einmal wissen, was das Jahr 2017 für die beiden bereithält.

Und dann ist da noch Alex. Er ist Jahrgang 1990. Auch er ist so ein Wunderkind, das alle Altersstufen gleichzeitig in sich vereint. Alex kann uns auch als Alexa begegnen. Er/sie matscht als Dreijähriger im Kindergarten mit seinem Schäufelchen im Schlamm und gleichzeitig unternimmt er/sie mit der Klasse einen Ausflug ins Museum bzw. macht als Lehrling die Abschlussprüfung. Ganz viele Momentaufnahmen bescheren Alex und Alexa uns in diesem Buch. Und alle finden sie im Jahr 1990 statt. Als Kindheit und Jugend noch ein wenig anders waren ...

1990: Der Lehrer kommt in die 5. Klasse - Geschichtsstunde. Die Bücher der 10- bis 11-jährgen Schüler liegen bereits auf ihren Tischen, sie wissen ja, welches Fach jetzt dran ist. Nach der Begrüßung sagt der Lehrer: "Schlagt bitte Seite 154 auf." Robert, der Klassenclown, hampelt auf seinem Stuhl herum und macht eine witzig gemeinte Bemerkung. Der Lehrer hat nicht vor, den Unterricht stören zu lassen: "Das gilt auch für dich, Robert!" Kurze Zeit später sind fast alle in die Welt der Kreuzzüge eingetaucht. Als der Lehrer dann Geschichten von Templern und anderen Kreuzrittern erzählt, ist auch Alexa, die bis dahin mit ihren Gedanken ganz woanders gewesen war und Löcher in die Luft gestarrt hatte, voll dabei.

Der direkte Vergleich zwischen Alexa (1990) und Luis (2017) bringt es an den Tag: Sie leben in völlig unterschiedlichen (Schul-)Welten! Genau das ist die Rolle von Alex und Alexa. Sie erinnern uns daran, dass Kinder vor nur etwas mehr als 25 Jahren ganz anders groß geworden sind. Denn auch wenn die meisten Erwachsenen meinen, dass sich nicht sehr viel verändert habe, könnten die Unterschiede zwischen der Erfahrungswelt von Luis / Luisa und Alex / Alexa kaum größer sein.

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