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My First Love
von Tanja Voosen
Zwei unterschiedliche Jugendliche 21. Januar 2019
Nur hinter vorgehaltener Hand sprechen die Schüler über den Schlussmach-Service. Cassidy hilft Jungen und Mädchen dabei, Beziehungen zu beenden. Ihre Entlohnung steckt sie in ihren Collegefonds, denn sie möchte unbedingt raus aus dem kleinen Ort, weg von ihrer chaotischen Mutter. Dabei zieht sie auch hin und wieder den Zorn eines verlassenen Partners auf sich.

Einer hat es ganz besonders auf sie abgesehen. Colton trägt ihr auch Monate später noch nach, dass sich seine Freundin Kim von ihm getrennt hat. Wenn die zwei aufeinander treffen, fliegen die Fetzen. Sie schenken sich nichts und müssen schließlich auch noch im Kunstunterricht ein gemeinsames Projekt betreuen.

Während die zwei Zeit miteinander verbringen müssen, schließen sie eine Wette ab: Cassidy muss ein Pärchen zusammen bringen. Sie soll ihre Kräfte für das Gute nutzen und nicht für das Böse. Dabei reizen beide ihre Grenzen aus und Cassidy muss sich eingestehen, dass Colton auch eine sanftere Seite hat, die sie ungemein fasziniert.



Wie hat es mir gefallen?



Bei der Lit.Love 2018 gab es zu diesem Buch eine Lesung von Tanja Voosen. Dabei hat sie ein paar großartige Szenen ausgewählt und damit hat sie nicht nur mich geködert, sondern auch meine Freundin Lisa. Mit ihr gemeinsam habe ich nun „My First Love“ gelesen.

Vor dem Hintergrund einer kalifornischen Kleinstadt spielt die Geschichte rund um Cassidy und Colton.

Cassidy lebt mit ihrem Bruder bei ihrer Mutter, die leider oftmals ihrer Verantwortung nicht gerecht wird. So übernimmt Cassidy schon sehr jung mehr Verantwortung und ihr Wunsch nach Unabhängigkeit und einem Neuanfang am College ist völlig nachvollziehbar. Als sie den Schlussmach-Service ins Leben ruft, steckt sie das verdiente Geld sofort in ihren Ausbildungsfonds. Neben ihrer besten Freundin Lorna hat sie recht wenige Kontakte. Ihr gestörtes Familienleben hindert sie daran Freunde nach Hause einzuladen.

Colton ist beliebt, vor allem bei den Mädchen, aber ihn umgibt dennoch eine unnahbare Aura. Bei den Streitereien zwischen ihm und Cassidy lässt er jedoch seine Maske manchmal fallen.

Das Buch ist ein sehr gelungener Jugendroman. Es zeigt nicht nur die schönen Seiten des Lebens, sondern auch wie ungerecht es sein kann. Zwei Jugendliche, die unterschiedlich aufwachsen und sich in der Schule treffen. Ihre Wortgefechte sind humorvoll und treffend.

Ich bin zwar der Zielgruppe schon einige Jahre (naja, vielleicht auch schon Jahrzehnte) entwachsen, aber ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Es sind auch die Nebenfiguren sehr gut getroffen und beschrieben. Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung.

www.mariessalondulivre.at

Das rote Adressbuch
von Sofia Lundberg
Ein langes Leben im Rückblick 21. Januar 2019
Mit 96 Jahren blickt Doris auf ein bewegendes Leben zurück. In Schweden geboren, durch die Welt gereist und nun gegen Ende ihres Lebens wieder nach Hause zurückgekehrt.

Immer mit dabei ihr in Leder gebundenes Adressbuch, welches sie von ihrem Vater bekommen hat. Viele Namen hat Doris dort verewigt und viele davon bereits durchgestrichen und mit TOT versehen.

Ihre Erinnerungen schreibt sie anhand der Namen aus dem Adressbuch für ihre Großnichte Jenny auf. Dabei enthüllt sie kleine und große Geheimnisse. Sie erzählt, wie sie aus Schweden fortging, um in Paris zu landen. Anschließend in die USA vor dem Krieg zu fliehen, um über verschiedene Stationen wieder in Schweden zu landen.

Eine nicht ganz alltägliche Lebensgeschichte erzählt von einer alten Frau, um für Jenny in Gedanken lebendig zu bleiben.



Wie hat es mir gefallen?



Um dieses Buch schleiche ich schon etwas länger herum. Diverse Empfehlungen und gute Rezensionen haben mich aufmerksam gemacht und dank einiger Gutscheine für meine Lieblingsbuchhandlung zog die Geschichte nun bei mir ein.

Der Titel gibt schon einen Hinweis, welche Richtung die Geschichte gehen wird. In Rückblicken erhält der Leser Einblicke in Doris Leben. Sie wird in eine Handwerksfamilie geboren, verlebt glückliche Tage in ihrer Kindheit, bis ihr Vater stirbt. Ab da beginnt ein spannendes und ungewöhnliches Leben.

Anhand ihres kleinen Büchleins erzählt sie die wichtigsten Kapitel ihres Lebens, welche Menschen ihren Weg kreuzten und in welche Teile der Welt es sie verschlug. Ihre Erinnerungen schreibt sie für ihre Großnichte Jenny auf, die fern von Schweden in den USA wohnt.

Doris und Jenny verbindet nicht nur die Familie sondern ein ganz besonderes Band. Selbst in ihrem hohen Alter, kennt sich Doris mit ihrem Laptop aus und daher skypen sie regelmäßig miteinander. Dieser Kontrast zwischen moderner Technik und alten Erinnerungen ergibt eine wunderbare Mischung.

Ich muss zugeben, dass meine Erwartungen an das Buch andere waren. Denn in der Inhaltsangabe wird auf die unzähligen Menschen, die man im Laufe eines Lebens trifft, hingewiesen. Mein Adressbuch quillt über vor Namen, aber die Geschichte konzentriert sich auf einige wenige. Dieses Augenmerk enthüllt eine emotionale Handlung, die ich als realistisch empfand und vor allem das Ende rührte mich zu Tränen.

Es freut mich sehr, dass ich eine weitere Autorin aus Schweden entdecken durfte, die sich nicht dem Krimi-Genre verschrieben hat.

www.mariessalondulivre.at

Liebe, Tod und Tofu
von Margot Jung
Humorvoll, spritzig, spannend 21. Januar 2019
Als ich das Buch vor mir liegen hatte, dachte ich, wow, ein aussergewöhnliches Cover. Erinnert mich eher an einen Comic. Jetzt, wo ich die Geschichte und die Handelnden kennengelernt habe, frage ich mich, wer auf dem Cover wer ist. Dem Wort „Tofu“ seine eigene Farbe zu geben, macht das Cover noch interessanter.


Worum geht es?
Nach einbem Murenabgang sitzt Fernsehköchin Francesca Carlotti in einem kleinen Berghotel irgendwo in den deutschen Alpen, wo sie zu einem Kochkurs gebucht ist, fest. Ausser ihr haben sich auch ihr Exmann Gianluca, von dem sie aber noch nicht geschieden ist, mit seiner neuen Perle Jaqueline und seine Ex-Fußballkameraden hier eingefunden, die den Geburtstag von ihrem Freund Enzo Rotundo feiern wollen. Nacheinander stranden auch Francescas Kinder Clara und Cosimo hier. Als es den ersten Mord gibt, fühlt sich Dorfpolizist Adam dazu berufen, diesen aufzuklären. Und schon ist die Hölle los…


Die Menschen, die hier zusammengefercht sitzen, haben alle sehr verschiedene Charaktere, kommen menschlich sehr gut rüber und ich kann mich in ihre Situation recht gut hineinversetzen. Die Freunde, verbunden im Fußball, sind heute zum Teil nicht gut aufeinander zu sprechen. Dorfpolizist Adam stellt die kuriosesten Motivtheorien auf, Cosimo, klugscheißert herum wie ein Großer und Francesca versucht, alle irgendwie auf Spur zu halten.

Eine unterschwellige Spannung ist von Anfang an da und wird noch etwas erhöht, durch kurze Kapitel, die ohne Namensnennung auskommen und die die Gedanken des Täters wiederzugeben scheinen. Das erhöht natürlich die Spannung noch mehr.

Wo genau man sich befindet, habe ich beim Lesen nicht herausfinden können. Hat aber für die Geschichte auch keine Bedeutung. Ich hatte beim Lesen immer mal wieder die Bilder von den Lawinen im Kopf, die in den Bergen vor kurzem gesprengt wurden.

Untermalt mit farbenfrohen Szenebildern sehe ich die Gruppe auch optisch vor mir.

Da Francesca zum Kochen ins Hotel gekommen ist, bekomme ich als Nachschlag einige ihre Rezepte präsentiert.

Wer einen knallharten, blutrünstigen und anspruchsvollen Krimi erwartet, ist hier absolut falsch. Wer aber wie ich bei einem humorvollen und trotzdem spannenden Krimi gut unterhalten werden und auch mal schmunzeln will, der ist hier genau richtig.

Buchtipp

empfohlen von Sabine Hechenberger:

Ein schräger Kriminalroman bei dem auch der Humor nicht zu kurz kommt. Beste Unterhaltung - einfach brillant!

empfohlen von Sabine Hechenberger:

Die Erzählungen von der Waldviertler Autorin beruhen auf wahren Begebenheiten und sind daher sehr interessant und spannend zu lesen. Sehr empfehlenswert!

empfohlen von Sabine Hechenberger:

"Helenas Geheimnis" spielt auf Zypern und daher bestens als Urlaubslektüre geeignet, da man die Insel förmlich riechen und den Wein schmecken kann.

empfohlen von Sabine Hechenberger:

Das neue Buch der Jojo Moyes hat ein geschichtliches Thema aufgegriffen und ist sehr berührend, mitreißend, interessant und gut zu lesen. Empfehlenswert!

empfohlen von Sabine Hechenberger:

Das Buch mit seinen farbigen Blüten- und Blätterornamenten ist optisch sehr schön gestaltet. "Was wäre wenn?" Durch die übersichtliche Gestaltung der drei Versionen, kam ich sehr gut zu recht, ohne durcheinander zu geraten. TOLLES BUCH!!!

empfohlen von Tobias Spazierer:

Ein typischer Agententhriller, der im Nachkriegsirland angesiedelt ist. Viele ehemalige Nazis finden sich dort in teils einflussreichen Positionen wieder.

empfohlen von Tobias Spazierer:

Nach 50 Seiten wußte ich, wer der Mörder war. Nach 100 Seiten wußte ich es schon wieder. In der Mitte des Buches fragte ich mich, was denn da noch kommen solle ... Auch wenn man immer wieder zu wissen glaubt, wie das Buch ausgeht, bleibt die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Ob der bekannte Journalist nun wirklich der Mörder der Schwester einer nicht minder bekannten Krimiautorin ist oder nicht, erfährt man wirklich erst am Ende des Buches.

empfohlen von Sabine Hechenberger:

Der neue Komarek ist also "alt, aber gut!". Es erwarten Sie genüssliche Lesestunden vom pensionierten, aber nicht untätigen Simon Post. Das Buch könnte doppelt so dick sein - man möchte immer weiterlesen ...

empfohlen von Sabine Hechenberger:

Dieser Brenner-Roman hat mich sehr amüsiert. Schon auf der ersten Seite musste ich laut lachen. Wer bisher seine Bücher mochte, wird diesen hier lieben.

empfohlen von Sabine Hechenberger:

Nach dem ersten Band (Ein ganzes halbes Jahr) muss die Fortsetzung unbedingt gelesen werden! Wieder ein Werk der Autorin, das man kaum aus der Hand legen kann.

empfohlen von Sabine Hechenberger:

TOLLES BUCH - Unbeding lesen! In diesem Band geht es um die Bedingungen unter denen unsere Kleidung in Fernost gefertigt wird. Die Krimihandlung regt zum Nachdenken an, wie unsere Kleidung hergestellt wird und welche Verantwortung der einzelne Konsument hat.

empfohlen von Sabine Hechenberger:

Als die Bestsellerautorin Clare Abbott tot in Ihrem Hotelzimmer aufgefunden wird, stellt sich für Barbara Havers die Frage - handelt es sich tatsächlich um einen Herzinfarkt? Sehr spannend und fesselnd!

empfohlen von Sabine Hechenberger:

Wie immer hat mich das Buch sehr gefesselt und war schnell zu Ende gelesen. Einfach wieder ein tolles Buch.

empfohlen von Sabine Hechenberger:

Wie schon die anderen Romane von Susanne Fröhlich, sehr witzig und kurzweilig. Sehr nah am Leben -> eben eine Wundertüte! Einfach klasse!!!

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