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YOUCAT Firmbuch

YOUCAT Firmbuch

von Bernhard Meuser; Nils Baer

Taschenbuch

2013 Youcat Foundation

Auflage: 3. Aufl.

112 Seiten; m. farb. Illustr. u. Farbfotos; 210 mm x 127 mm; ab 12 Jahre

ISBN: 978-3-945148-01-3


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Langtext
Der YOUCAT-Firmkurs besteht aus zwei Teilen: Das Firmbuch führt die Jugendlichen in das Geheimnis des Glaubens ein. Das Begleitbuch bietet für Gruppenleiter, Katecheten, Lehrer und Eltern theologisch fundierte, kurzweilige Anregungen für die Gestaltung der Firmstunden.

14. März 2016
Der Behelf bietet fertige Stundenbilder für Gruppenstunden mit 8-10 Firmlingen. Die Stunden bestehen vor allem aus YOUCAT-Sessions (YOUCAT lesen), Bibel-Sessions (Bibel lesen), argumentieren und beten. Zwischendurch gibt es Auflockerungen, wie zum Beispiel Simpsons-Filme anschauen (wobei die Filme z.T. schwer zu besorgen sind).
Bibel und der Jugendkatechismus ?YOUCAT? sollten in den Gruppenstunden zur Hand sein, da es viele Verweise darauf gibt.

Themen: Gott Sünde Jesus: Mensch & Gott Heiliger Geist
Beten Kirche Eucharistie/Messe Beichten Ablauf der Firmung

Aufbau, Inhalt:
Zu Beginn des Behelfs wird der ?Trainingsplan? für die Firmlinge vorgestellt. Die Firmung wird dabei mit einem Marathon verglichen, dessen Vorbereitung aus YOUCAT-Kurs, Besuch der Sonntagsmesse, regelmäßigem Gebet und Bibellesen besteht.
Dann folgen zwölf thematische Kapitel mit jeweils theologischen Basisinfos für die FirmbegleiterInnen und fertigen Stundenmodellen (jeweils 2 Schwierigkeitsgrade) inklusive benötigtem Kopiermaterial. Innerhalb der Kapitel sind farblich gekennzeichnete Verweise auf Bibelstellen und den Jugendkatechismus (Youcat) eingearbeitet. Beim Kapitel zur Beichte steht als ?Spezialevent? noch ein Beichtabend auf dem Programm.
Die Themen, die behandelt werden, legen einen Fokus auf die Differenz zwischen Gut und Böse (Sünde, Umkehr, Abgrenzung von der ?bösen Welt?, Glaube an die Heilstat Jesu als einzige Möglichkeit von Erlösung). Die Firmeinheiten sind wie ein Katechismus argumentativ aufgebaut, indem die ?christlichen Antworten? auf verschiedene Fragen vermittelt werden.

Barrierefreiheit:
Der YOUCAT-Firmkurs ist sehr stark leistungsorientiert (Bild vom Marathon -> ist nicht barrierefrei), es geht um Wissensvermittlung und ist kognitiv sehr anspruchsvoll.
Der Behelf arbeitet stark mit Stereotypen und ist durchgehend nicht geschlechtersensibel formuliert, was der Realität (ein Großteil der FirmbegleiterInnen ist weiblich) nicht gerecht wird.

Unsere Einschätzung:
Der YOUCAT Firmkurs stellt hohe Ansprüche an die Jugendlichen und vermittelt viel Wissen zur Bibel und der katholischen Lehre. Das Grundgefühl, das den Firmkurs prägt, ist die argumentative Erklärung und Verteidigung des katholischen Glaubens als richtige Antwort auf alle Fragen. Dabei wirkt er anbiedernd und defensiv. Der Versuch einer jugendgerechten Sprache wirkt aufgesetzt und oft lächerlich (wenn z.B. zur ?Party von Jesus am Sonntag? (= Gottesdienstbesuch) eingeladen wird). Gleichzeitig wird die Ausdrucksweise der Katechismen beibehalten, was den Eindruck verstärkt, dass die Lebenswelt und psychosozialen Bedürfnissen von Jugendlichen nicht ernst genommen werden. Durch die vorgesehenen, diskussionsabschließenden Erläuterungen der FirmbegleiterInnen besteht strukturell die Gefahr, dass sich die Firmlinge mit ihren (möglicherweise abweichenden) Aussagen letztlich als defizitär empfinden. Viele Aussagen des Buches werden als absolut hingestellt und es gibt keine Verweise auf Kritikmöglichkeiten bzw. Diskussion. Dabei muss gesagt werden, dass die Aussagen zum Teil theologisch sehr fragwürdig und kritisch zu bewerten sind und nicht undiskutiert übernommen werden sollten (z.B. wenn von der Firmung als ?nötige Vollendung der Taufe? gesprochen wird, durch die man erst ganz ChristIn wird - was ist man dann vorher?; das Thema der Bestärkung in der Firmung als Geschenk wird völlig ausgeblendet; Glaube wird als Leistung vermittelt, vgl. ?Gebets-Challenge?; die polemische und polarisierende Darstellung der bösen Welt und des guten Christentums des Behelfs ist wohl schon längst überholt; die Darstellung der Hierarchie der Kirche wird dem Zweiten Vatikanischen Konzil nicht gerecht).
Die Illustrationen des Buches (Daumenkino?) sind witzig und ansprechend, werden einigen LeserInnen aber bei genauerer Betrachtung z.T. durch ihre Priesterzentriertheit und ihren Sexismus missfallen.
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