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Vatertage

Vatertage

Roman

von Stephan Bartels

Taschenbuch

2018 Heyne

Auflage: Originalausgabe

368 Seiten; 1 SW-Abb.; 208 mm x 138 mm

ISBN: 978-3-453-43898-9


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Besprechung
"Blendend erzählte Geschichte." Brigitte Mom

Langtext
"Guten Tag, wir sind verwandt!"

Dass er einen Vater hat, wusste Simon eigentlich schon immer. Nur dass er selbst Michael Petersen niemals so genannt hätte: Vater. Wer es fertigbringt, in neununddreißig Jahren nicht ein einziges Wort mit seinem Sohn zu wechseln, ist bestenfalls ein Erzeuger. Deshalb ist Simon auch ziemlich verärgert, als er in einem offiziellen Schreiben aufgefordert wird, monatlich EUR 697,69 Pflegebeteiligung für Herrn Petersen zu bezahlen. Simon fährt persönlich zum Amt, um Widerspruch einzulegen. Doch was er dort erfährt, stellt sein Leben vollends auf den Kopf. Anscheinend ist sein Vater nicht der einzige, der sich nie blicken ließ ...



Bartels, Stephan
Stephan Bartels, geboren 1967, freier Journalist, hat sich mit Texten für Stern, Die Zeit, Brigitte und Barbara einen Namen gemacht. Er ist Vater eines erwachsenen Sohnes und lebt in Hamburg.

Vatertage 21. Mai 2018
Wie reagiert man auf eine Aufforderung des Sozialamtes, knapp 700 Euro monatlich für die Pflege eines Vaters zu bezahlen, den man nur drei Mal kurz gesehen hat, mit dem man nie gesprochen hat und der einem eigentlich auch nicht gefehlt hat? Moralisch oder menschlich gesehen ist so eine Aufforderung hart und unfair, juristisch allerdings völlig korrekt.
Auf alle Fälle bringt diese Mittelung das ursprünglich recht beschauliche Leben von Simon Havlicek gründlich durcheinander. Neben der enormen finanziellen Belastung ist auch die emotionale Herausforderung nicht zu unterschätzen: wie soll man mit einem komatösen Vater umgehen? Macht es Sinn, „Kontakt“ oder „Beziehung“ zu suchen? Und wie soll man mit Geschwistern umgehen, von deren Existenz man bis jetzt überhaupt keine Ahnung hatte?
Das ist auch für einen ruhigen und überlegten Menschen wie Simon schon ein bisschen viel auf einmal. Dazu kommt noch seine tatkräftige Mutter, die ihre Meinung dazu in wenigen Worten klar zusammenfasst: „Ich bringe ihn um!“
Simon meistert diese Schwierigkeiten mit Hilfe von seiner großartigen Frau Anke, seiner Mutter Jarmila und deren Lebensgefährten Janko. Aber auch sein Freund Hotte, der schon in „Dicke Freunde“ an seiner Seite war, unterstützt ihn nach Kräften. Die beiden bilden übrigens ein so charmantes, liebenswertes und chaotisches Duo, dass ich diesen ersten Band unbedingt noch lesen muss!
In einem zweiten Erzählstrang wird die Geschichte von Simons Mutter, erzählt. Auch ihre Geschichte ist tragisch und spannend gleichzeitig.
Eigentlich sind es ja sehr ernste Themen, die hier angesprochen werden: Krankheit und Lebensqualität, Sterbehilfe, Pflegeheime und Pflegekosten aber auch Bedeutung von Vaterschaft und Familie. Aber Stephan Bartels schreibt leicht und unterhaltsam, versteckt ganz nebenbei buchfremde Kriminalkommissare und hat somit eine Geschichte mit zahlreichen humorvollen und warmherzigen Charakteren geschaffen, die ich gleich ins Herz geschlossen habe. Wortwitz und Situationskomik lockern auf, ohne die Geschichte dabei zu verblödeln.
Wegen des Covers und der Art, wie das Buch beworben wurde, habe ich mit einer lustigen und – ich gebe es zu – seichten Geschichte gerechnet! Glücklicherweise habe ich es trotzdem gelesen, denn es ist gute Unterhaltung mit Herz und Hirn! Empfehlenswert!
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